BLOG- „Die Eifelgöre“ Thema: Lebenshilfe – Lebensbejahung-Lebensphilosophie - die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte

Die Eifelgöre
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Keine Krankheit ist unheilbar, wenn das Richtige getan wird!

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 1 April 2018
Alles ist möglich
Ein Mann mittleren Alters arbeitete als Vorstand in der Firma, die sein Vater in seiner Jugend gegründet hatte. Nach etlichen Jahren in diesem Beruf fühlte er sich zunehmend erschöpfter und merkte, wie er an seine Grenzen stieß und immer leistungsunfähiger wurde. Aus diesem Grunde suchte ein eines Tages einen Arzt auf, der ihm besorgt nahelegte, sich einem ausführlichen Gesundheitscheck in einer Klinik zu unterziehen. Das Ergebnis war geradezu niederschmetternd, die Diagnose lautete: „Krebs im Endstadium“!
Sämtliche von dem verzweifelten Mann zu Rate gezogenen Mediziner prognostizierten  dem Erschütterten nur noch eine Lebenszeit von maximal drei bis sechs Monaten. Metastasen hatten sich bereits im ganzen Körper ausgebreitet. Eine Chemotherapie wurde aus diesem Grunde nicht mehr in Betracht gezogen, was sich erst später als großes Glück herausstellte. Die Ärzte schickten den Mann nach Hause mit den Worten:  „Machen Sie sich einfach die letzten Tage Ihres Lebens im Kreis Ihrer Lieben so schön wie eben möglich.“
Zunächst fühlte sich dieser Mann wie eine Maus in der Falle und war verständlicherweise restlos am Boden zerstört. Da er nun aber – zwangsläufig – endlich Zeit hatte, ernsthaft über sich und seine bisherigen Lebensaktivitäten nachzudenken, wurde ihm Entscheidendes bewusst. Er war in seiner Jugend, als es darum ging, einen Beruf zu ergreifen, nicht seinen eigenen, sondern stattdessen den Wünschen seines dominanten Vaters gefolgt. Zu keiner Zeit im Verlauf seiner beruflichen Karriere als Manager hatte er jedoch Glück und Zufriedenheit empfunden. Er vergaß in all den Jahren niemals seinen Wunsch, den Beruf des Gärtners zu ergreifen. Damals wie heute drängte es ihn, mit seinen Händen in der Natur zu arbeiten, kreativ zu sein. Doch was war aus ihm geworden? Ein Kopfmensch! Sein Vater hatte ihn, als er sich für einen Beruf entscheiden sollte, massiv unter Druck gesetzt. Er zählte auf ihn, weil sein Lebenswerk und Firmenimperium einen Nachfolger brauchte. Und vom einzigen Sohn wurde schließlich erwartet, dass er in die Fußstapfen seines Erzeugers trat. Schweren Herzens beugte der Sohn sich den Wünschen und der Erwartungshaltung seines Vaters.
Nach dieser niederschmetternden Diagnose hatte er rein gar nichts mehr zu verlieren. Ein Geschäftsführer übernahm seine Stellung in der Firma, und er hatte nur noch den Wunsch, seinen Traumberuf die letzten Tage seines Lebens doch noch zu ergreifen. Er ließ sich auf seinem Anwesen ein Treibhaus bauen, ging jeden Tag zu seinen Pflanzen und Blumen und vergaß in seiner Freude über sein Tun mehr und mehr, wie krank er doch eigentlich war. Er haderte nicht länger mit seinem „unabwendbaren Schicksal“, fügte sich hinein, ohne jedoch wirklich aufzugeben.
Monate um Monate vergingen. Der ehemals so kranke Mann wurde wieder kräftiger und fühlte sich von Tag zu Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser. Er hatte Freude in und an seinem Leben gefunden und darüber seine todbringende Krankheit vergessen. Bei einer späteren Nachuntersuchung stellten die Ärzte erstaunt fest, dass kein Krebs mehr nachzuweisen war, die Metastasen hatten sich zurückgebildet.
© by Sally Pantenburg



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