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Gelassenheit ist das Lösungswort

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 14 April 2018
WUT – eine Emotion, die sowohl gut als auch schlecht sein kann!
Dass Wut eine der destruktivsten Emotionen ist, erkennen wir leicht daran, dass in der Wut der Drang liegt, zerstörerisch tätig zu werden.
Wut schüttelt und irritiert nicht nur den Wütenden, sondern auch diejenigen, denen sie entgegengebracht wird. Für jeden zufälligen und unfreiwilligen Zeugen eines Wutausbruches ist sie alles andere als aufbauend und erfreulich.
Wut entsteht immer dann, wenn persönlicher Wille und eigene Wünsche blockiert werden. Je stärker das Ego des darüber Unaufgeklärten, desto heftiger können die Wutausbrüche in Erscheinung treten.
Aber trotz dieser negativen Beschreibung darf ihre positive Wirkung nicht unterschlagen werden. Wut in ihrer reinen Form, wie sie aber eben nur sehr selten vorkommt, ist eine Stressreaktion (kurzfristige Erleichterung) und hat deshalb auch Selbstschutzfunktion. So hat auch schon so mancher Wutausbruch einen depressiven Zustand verhindert und die inneren Kräfte zur Überwindung einer schwierigen Situation geweckt.
Wut als Gewohnheit kann wie alles andere erlernt, bzw. von einem Elternteil „übernommen“ worden sein. Sie zeigt sich manchmal vergleichbar mit einem Vulkanausbruch, vor allem dann, wenn sie längere Zeit unterdrückt wurde. Das kann eine Erklärung dafür sein, warum Aggressionen in einer Reizsituation oft so unangemessen heftig und in einer infantilen Art zum Ausdruck kommen, dass der Betreffende später selbst über seine Verhaltensweise entsetzt ist und enorme Schwierigkeiten hat, sich noch darin zu erkennen!
Unterdrückte Wut ist sehr oft bei Menschen zu finden, die als Kinder durch strenge elterliche Kontrolle daran gehindert wurden, ihrer Wut Ausdruck zu verleihen. Das andere Extrem ist ebenfalls bei vielen extrem wütenden Erwachsenen zu finden. Als übermäßig verwöhnte und vergötterte Kinder reagieren sie auch heute noch auf die Nichterfüllung ihrer Wünsche mit zum Teil heftigen Wutausbrüchen. Hier agiert also auch im Erwachsenenalter immer noch das kleine Mädchen oder der kleine Junge. Dieses kindliche Verhaltensmuster wurde vom Heranwachsenden und späteren Erwachsenen nie erkannt, überprüft und angezweifelt. Erst wenn der reifere Mensch in sich selbst den Wunsch verspürt, an sich zu arbeiten, kann ein disharmonisches Verhalten zum Positiven verändert werden.
Zurückgehaltene Wut führt zu körperlichen Missempfindungen aller Art, vorzugsweise zu (Nerven-) Irritationen und Schmerzen. Erforschen Sie einmal Ihr Wut-Verhalten. Stufen Sie es als zu heftig oder eher als verkümmert, bzw. verdrängt ein?
Beobachten Sie, in welchen Situationen Sie mit Wut konfrontiert werden. Meistens sind es die gleichen Vorfälle, die gelebte oder nicht gelebte Wut in Ihnen erwecken.
Auch wenn es Ihnen zunächst vielleicht gut tut, Ihre Wut mit aller Macht herauszulassen, werden Sie dennoch in diesem destruktiven Zustand kaum auf brauchbare Lösungen stoßen. Ganz im Gegenteil: Wenn Sie wutentbrannt agieren und eine für Sie ungute Situation zu ändern versuchen, verschlimmern sie diese mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit und verbauen sich vor allem konstruktive Lösungsansätze. Sie schaden wieder einmal sich selbst und meist auch anderen damit.
Dabei besitzen Sie doch die Macht, haben die Wahl und Möglichkeit, sich durch Erkenntnis auf ein für Sie und Ihre Umgebung lebenswertes Mut-Maß einzupendeln. Durch ein gezieltes Umdenken werden Sie die hilfreiche Erfahrung machen, dass Wutentwicklung in den meisten Situationen ganz einfach überflüssig ist. Genauso wie Ärger, aus dem die Wut meist erwächst! Je mehr Sie die Dinge und Menschen sein lassen können, wie sie nun mal eben gerade sind und für sich selbst konstruktive Entscheidungen treffen, wird das Aufkeimen einer (selbst-)zerstörerischen Wut bald der Vergangenheit angehören. Bevor Sie wütend in Erscheinung treten, schenken Sie sich ein paar Sekunden Zeit. Atmen Sie ein paarmal tief ein und aus und stellen sich die Frage: „Wie kann ich jetzt konstruktiv und gelassen auftreten?“
Das wissen Sie alles schon, haben es schon mal irgendwo gehört oder gelesen? Also nichts Neues?
Glaube ich Ihnen – doch leben Sie auch, was Sie so genau wissen?
Bleiben Sie frohen Herzens und im Frieden!
 
Ihre Sally
© Sally Pantenburg


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