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Die Eifelgöre
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ENERGIERÄUBER

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 19 Januar 2019
Tags: Samstag
ENERGIEVAMPIRE
Wie im Leben fast aller Menschen, so gibt es auch in meinem Dasein zwei bis drei Personen, die man als notorische Nörgler bezeichnen könnte. Obwohl ich diese Energieräuber von Herzen mag und ihnen streckenweise höchstes Verständnis und Empathie entgegenbringe, rauben sie mir oft leider doch den letzten Nerv. Auch wenn ich noch so gut drauf bin, diese Miesepeter haben wahrhaft ein nebulöses, schier unbegreifliches Talent, mit ihren Klagen und negativen Sichtweisen meine Laune an der Basis zu erschüttern und an den Grundfesten meines positiven energetischen Zustandes zu rütteln.
Kennen Sie diese Situationen vielleicht auch aus eigener Erfahrung? Wenn man da nicht hellwach und in seiner Mitte gefestigt ist, also nicht aufpasst, dann lässt man sich ruckzuck in die – in der Regel von diesen Menschen selbstgestrickten – Schwierigkeiten hineinziehen. Bildhaft gesprochen verliert man seine positive Energie dann so rapide, als wäre einem ein Stöpsel herausgezogen worden, damit sie im Eiltempo abfließen kann. Mir fällt immer wieder von neuem auf, dass bestimmte Individuen wahrlich Künstler im Schwarzmalen sind und überall Probleme sehen, wo ein konstruktiv denkender und lösungsorientierter Mensch – auch wenn er sich noch so bemüht – beim besten Willen keine Probleme erkennen kann. Beachtenswert ist auch, dass diese Personen NIE den jeweiligen Moment leben. Sie erzählen immer wieder von Dingen und Begebenheiten, die längst schon vorbei sind oder mit großer Wahrscheinlichkeit niemals eintreten werden. Sie schimpfen nach dem Anschauen des Wetterberichtes schon über das furchtbare Wetter, das vielleicht gar nicht eintreffen wird. Sie sehen die Zukunft düster und voller böser Überraschungen und lassen sich meist durch nichts von ihren zerstörerischen Gedanken abbringen. Im Gegenteil: Sie reagieren verdammt unflätig, wenn man sich die Mühe macht, sie aufzuheitern oder eines Besseren zu belehren. Viel eher halten sie sich an sogenannten „unguten“ Dingen geradezu fest und kleben daran wie eine Fliege am Fliegenfänger. Immer und immer werden längst vergangene Situationen erneut erzählt und bis ins kleinste Detail durchgekaut.
Meine Kandidaten klagen meines Erachtens auf sehr hohem Niveau! Zum Beispiel, dass ihre Aktien fallen, weil der amerikanische Präsident so ist wie er ist. Dass die ganze Welt einfach schlecht ist, und es keinen Spaß mehr macht, in dieser Zeit zu leben. Sie klagen, weil sie Schmerzen haben, die es früher nicht gab. Wenn ich nachfrage: „Was tust du selbst, um deine Pein zu überwinden?“, dann bekomme ich Antworten wie etwa: „Mein Hausarzt hat mir Schmerztabletten verordnet. Ich lege mich jetzt hin und warte, dass sie wirken.“ Wenn ich das alles höre, dann drängt sich mir der Gedanken auf, dass da ungemein viel schief läuft im Leben dieser Menschen. Ich erkenne, dass sie kaum darüber nachdenken, was ihnen die Schmerzen verursacht und welche Botschaft sich für sie dahinter verbirgt. Sie sind nicht bereit, Verantwortung für ihr Tun, ihre Gefühle und Empfindungen, geschweige denn, für ihr Leben zu übernehmen. Sie lernen weder das JA-Sagen zum Leben noch das NEIN-Sagen in Situationen, in denen es angebracht wäre. Immer wieder hört man von ihnen, dass alle anderen an ihrem Unglück schuld sind. Wenn sie mir z.B. berichten, dass sie früher ja gesund waren und nicht so leiden mussten, dann fällt mir dazu ein, dass die Betroffenen damals noch 20 oder 30 Jahre jünger waren und, dass ihr Körper nicht aufgrund von Dauerstress oder durch eine ungesunde Lebensweise, also auch durch denaturierte Nahrung und/oder Genussgifte geschädigt war. Personen, die derartig eigensinnig geartet sind, lesen morgens in der Zeitung als erstes die Todesanzeigen und sind fast süchtig auf negative Sensationen, über die sie dann sofort wieder berichten, fluchen und schimpfen können. Wenn ich mir ihr Leben genau betrachte, denn denke ich, dass eigentlich darin nichts wirklich beklagenswert ist, und alles durchaus wieder ins Lot gebracht werden kann. Ich erkenne ihre Chancen und ihr Glück im Leben, sehe, wieviel Schönes ihnen tagtäglich widerfährt. Im Grunde genommen sind die meisten von ihnen gar zu beneiden! Im Gegenzug fallen mir dann Menschen ein, die nichts oder nur sehr wenig besitzen, oft schwer krank sind, eine kleine Rente haben usw. Erstaunlicherweise sind viele von ihnen trotzdem zufrieden und verschenken gerne ein herzliches Lächeln und ein liebes Wort an ihre Mitmenschen. Sie klagen nur selten und sind unaufhaltsam bemüht, alles wieder zum Guten zu führen. Einige dieser Leidgeplagten verfügen über eine erstaunliche Resilienz. Der Begriff steht für eine Mischung aus Flexibilität und seelischer Stabilität. (anderes Thema!)
Wenn Sie mich jetzt fragen möchten, wie man den Schwarzmalern helfen kann, dann bin ich relativ ratlos. Ganz sicherlich sind diese Menschen nicht umsonst um uns herum, denn sie zeigen uns, dass auch wir noch etwas zu lernen und zu lösen haben und unseren Umgang mit ihnen überprüfen sollten. Ich versuche meine Kandidaten, manche schon seit zig Jahren, davon zu überzeugen, dass ihr Leben mehr als lebenswert ist, doch sie hören mir nicht zu, wollen es nicht erkennen. Sie bleiben stur in ihrer Opferrolle und beklagen ihr Leben und die Welt. Denn im gleichen Moment, wo sie etwas korrigieren und verändern und die Dinge aus einer anderen, völlig neu gestalteten Perspektive betrachten, würde ihre Klagemauer wie ein Kartenhaus in sich zusammenfallen. Und davor scheinen sie sich fast zu fürchten! Denken Sie bitte niemals, dass Sie die Macht besitzen, diese Menschen zu verändern, denn dann sind Sie auf verlorenem Posten und werden höchstwahrscheinlich schwer enttäuscht. Denn wirklich ändern können diese Nörgler sich nur selbst. Doch, wie auch immer – wir Menschen sind einfach nicht perfekt, und nicht gerade wenige von uns wehren sich, eine notwendige, positive Veränderung in Betracht zu ziehen. Wie es sich darstellt, scheuen sie sich geradezu, ein ungewohntes Terrain zu betreten. Es könnte ja besser werden! Sie wollen gerne bleiben wie sie sind und als Energievampire ihr Dasein fristen. Dabei wundern sie sich permanent, dass fast nichts in ihrem Leben wirklich zufriedenstellend verläuft. Sie haben Ärger im Beruf, privat und vor allem in der Partnerschaft. Denn welcher Partner hält das bitteschön schon aus? Vielleicht würde ein Psychotherapeut diese „Miesepeter“ als behandlungsbedürftig oder gar krank bezeichnen. Doch auch ein noch so guter Therapeut kann derartig tickende Menschen nicht umpolen. Verhaltens-Therapien scheitern in der Regel. Und es mit Coaching, welcher Art auch immer, zu versuchen, nutzt erst dann etwas, wenn sie erkannt haben, dass sie sich ständig selbst im Wege stehen und das einfach nicht mehr länger wollen.  
Wie beschwerlich und oft qualvoll diese negativ gestrickten Personen leben, ist in letzter Konsequenz selbstverständlich ihr Ding, ihre Entscheidung, die sie allerdings leider oft nicht mit bewusster Überlegung getroffen haben. Doch passen Sie, liebe Leser, bitte auf sich auf. Hüten sie sich vor Energievampiren und lassen sie sich nicht ständig aussaugen, denn das könnte Sie herunterziehen, krank machen oder gar gefährlich für Sie werden. Denn diese Personen befinden sich in einer Schwingung, die nach dem Resonanzgesetz Negatives wie ein Magnet anzieht!
Ein paar Ideen, wie Sie besser in Ihrer Mitte bleiben können:
Gehen Sie nicht mehr auf das Gejammer und die negativen Äußerungen über den Chef, die Nachbarn oder Gott und die Welt ein. Lenken Sie das Gespräch in andere Bahnen, indem Sie z.B. fragen: „Hast du schon den nächsten Urlaub geplant?“ oder „hast du schon daran gedacht, wie du deinen Weihnachtsbaum schmückst?“ Berichten Sie über aufbauende und erfreuliche sowie lebenswerte Dinge.
Wenn es gut läuft, dann fängt der- oder diejenige dann tatsächlich an zu fühlen, dass Sie die zerstörerischen Gespräche und Diskussionen nicht mehr länger mit ihm/ihr teilen wollen? Wenn auch das nicht klappt, drehen Sie sich um und gehen Sie Ihrer Wege. Lernen Sie, NEIN zu sagen zu den Versuchen, mit denen solche Personen Sie immer wieder aus der Ruhe bringen und in ihre destruktiven „Lebens-Baustellen“ hineinziehen möchten. Verlassen Sie den Raum, im schlimmsten Fall diese(n) Menschen. Suchen Sie sich Mitmenschen, die frohen Herzens sind, besuchen Sie vielleicht ein Lebenshilfe-Seminar, in dem alle –  die es bewusst gebucht haben und die Sie dort vorfinden ­–, bereit für Veränderungen an sich selbst sind. Signalisieren Sie auf jeden Fall in aller Deutlichkeit, dass Sie nicht mehr weiterhin der Prellbock sein möchten und Sie Ihre kostbare Lebenszeit in anderen energetischen Ebenen verbringen wollen.
Ich nehme mir jetzt meine Nordic-Walking-Stöcke und gehe in den Winterwald. Ich werde die Schönheit der Natur bewundern, und meine Lebenskraft wird wunderbar sein und ich werde Sauerstoff und Energie tanken.
Ihre Sally
© by Sally Pantenburg


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