BLOG- „Die Eifelgöre“ Thema: Lebenshilfe – Lebensbejahung-Lebensphilosophie - die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte

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Dein Spiegelbild

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 4 Mai 2018
Tags: Freitag
Vor sich selbst bestehen können
 
Immer wieder denken wir Menschen, dass wir vor dem Urteil der anderen in unserem Umfeld bestehen müssen, vor dem unserer Eltern, Lebenspartner, Arbeitgeber oder unseren Freunden. Im Allgemeinen ist es uns sehr wichtig, was andere von uns halten und wie sie über uns denken.  
Ich glaube, dass ist der Grund, warum so viele Menschen andere immer wieder und wieder fragen:
„Wie findest du das, was ich gerade tue, oder was ich über dies und jenes denke? Wie findest du mein Outfit, meine Ideen und Einstellungen zu den Dingen des Lebens? Was sagst du zu meinem neuen Auto, meinem letzten Buch, zu meinen Fotos oder dem gemaltem Bild, zu meinem Superhaus, meinem Doktortitel oder der Skulptur, die ich gerade fertig in Stein gehauen habe?“ Das sind ganz normale Fragen, und dennoch verdeutlichen sie eine gewisse Abhängigkeit von der Meinung und dem Urteil unserer Zeitgenossen. Wenn wir etwas verkaufen wollen, dann sind wir selbstverständlich oft auf die Zustimmung und das Wohlwollen so einiger  Mitmenschen und Käufer angewiesen. Wenn es um unser Leben geht, allerdings weniger.
Sie ganz alleine sollten in Ihrem Dasein der Mensch sein, dessen Meinung für Sie am meisten zählt. Schauen Sie sich im Spiegel an, und Sie erkennen genau, wem sie folgen, vertrauen und wessen Urteil Sie ernst nehmen sollten, denn dieser Mensch ist – im Gegensatz zu vielen anderen Menschen – bis zum Ende aller Tage aufs Allerengste mit Ihnen vereint. Gibt es also tatsächlich einen wichtigeren Menschen? Alle anderen können Ihnen durchaus viel bedeuten und für Sie zählen, doch SIE sind zweifellos der oder die wichtigste Person in Ihrem Leben!
Und die schwierigste aller Prüfungen haben Sie mit Auszeichnung bestanden, wenn Sie sich mit dem Menschen, den Sie im Spiegelbild sehen, von ganzem Herzen anfreunden können. Ich gehe noch ein Stück weiter: Wenn Sie ihn – so wie er ist – ohne Einschränkungen lieben können!
Auf Ihrem Lebensweg können Sie leicht die ganze Welt betrügen, jedem, der Ihnen begegnet, ein grandioses Schauspiel liefern und ihn blenden! Aber dem Menschen im Spiegel können Sie nichts vormachen. Es wird nicht gelingen. Wenn das kein triftiger Grund ist, peinlichst darauf zu achten, dass Sie immer in den Spiegel schauen können und dort niemanden vorfinden, der Ihnen nicht gefällt, nicht zusagt, der nicht authentisch und ehrlich ist, den Sie nicht achten, den Sie oft sogar tief verletzen und dem Sie nicht trauen und vertrauen können!  
 
Sie haben die Chance, sich zeitlebens bewundern, belobigen und feiern zu lassen. Sie können sich in den Lorbeeren aalen und stolz sein, dass Sie als Geschöpf so wichtig sind, weil Sie durch Ihre großen Leistungen und besonderen (Helden-)Taten sowie durch gezielte Selbstoptimierung andere in der Welt immer wieder beeindrucken und vielleicht in den Schatten stellen oder sogar übervorteilen. Ihr Ego wird sich in all dem sonnen. Keine Frage!   
 
Doch das was Sie ernten, werden nur Kummer und Tränen sein, wenn Sie den Menschen, den Sie im Spiegel anschauen, nicht wirklich ernst nehmen, ihn nicht achten und vielleicht sogar immer wieder von neuem betrügen und außerdem zulassen, dass er von anderen und nicht zuletzt Ihnen selbst missachtet wird.  
Freunden Sie sich mit dem wichtigsten Menschen in Ihrem Leben an. Sie entdecken ihn in den vielen Spiegeln auf Ihrem Weg, und wenn dieses widergespiegelte Geschöpf gut drauf ist, wird es Ihnen zulächeln.
Versprochen!
Ein bellender Hund vor einem Spiegel sieht einen aggressiven Hund und wird sein Spiegelbild anbellen. Ein mit dem Schwanz wedelnder Hund dagegen, wird einen friedvollen Hund entdecken.   
 
Geh deinen Weg und lass die Leute reden.
Dante Alighieri
 
Soviel für heute!
Eure Sally
© by Sally Pantenburg
In Anlehnung an eines meiner Lieblingsgedichte: „Der Mensch im Spiegel“ von Dale Wimbrow (1895 – 1954)


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