BLOG- „Die Eifelgöre“ Thema: Lebenshilfe – Lebensbejahung-Lebensphilosophie - die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte

Die Eifelgöre
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Zwei Streithähne

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Herausgegeben von in Autorenkommentar ·
Etwas ganz Alltägliches
Am Ostersamstag fuhr ich in die Stadt zum Einkaufen und parkte auf einem der öffentlichen Stadtparkplätze.
Ein Autofahrer bemühte sich, rückwärts aus der Parklücke herauszukommen, und tat das zugegebenermaßen auf eine umständliche und auch etwas rücksichtslose Art und Weise. Als Beobachterin dieser Szene konnte ich feststellen, dass der Mann höchstwahrscheinlich das von hinten herannahende Auto – das natürlich Vorfahrt hatte – nicht wahrnahm. So kam es fast zu einem Unfall.
Nun geschah etwas ganz Alltägliches, aber leider etwas sehr Unschönes. Zwei Streithähne trafen aufeinander und beschimpften sich recht ungehalten, ohne Respekt und Achtung. Der „flotte Fahrer“, dem man die Vorfahrt genommen hatte, benahm sich heftig daneben und gab dem anderen Autofahrer – der aus dem angrenzenden Ausland stammte – Namen, die ich hier wirklich nicht verwenden möchte! Beide Fahrer hatten mittlerweile hochrote Köpfe, und ich hatte für einen kurzen Moment die Befürchtung, dass sie aufeinander losgehen wollten.
Bestimmt haben Sie eine ähnliche Situation schon einmal erlebt?
Wie denken oder reagieren Sie in einem solchen oder vergleichbaren Fall? Ist es wirklich die feine Art und notwendig, dass wegen einer derartigen Banalität gleich ein zwischenmenschlicher Krieg ausbricht? Dass zwei aufgeblähte Egos sich in einer solch destruktiven Art und Weise um ihr vermeintliches Recht streiten?
Wer von uns kann schon wissen, ob irgendein unaufmerksamer Autofahrer nicht vielleicht fünf Minuten vorher eine schlimme Diagnose bekam, er sein Kind ins Krankenhaus gebracht hat oder seine Frau vielleicht am Tag vorher verstorben ist und er aus diesem Grunde nicht ganz so angemessen und eher etwas kopflos reagiert? Liegt immerhin im Bereich des Möglichen – oder? Warum also gleich alles so knallhart be- und verurteilen und den anderen auch noch mit der dummen Frage konfrontieren, wo er denn seinen Führerschein gekauft hat? Wir alle machen tagtäglich Fehler. Und das nicht nur beim Autofahren! Und unsere lieben Mitmenschen müssen auch mit unseren Fehlern leben und klar kommen. Jeder Einzelne von uns macht andere „Dummheiten“ und agiert auf seine Art und Weise.
Versuchen Sie einmal folgendes, und Sie werden staunen, wie gut Sie sich dabei fühlen:
Lassen Sie, auch wenn Sie als Verkehrsteilnehmer völlig im Recht sind, doch all die Personen einfach los und fahren, die geläufige Regeln anscheinend nicht so perfekt kennen oder befolgen. Räumen Sie ihnen die Vorfahrt freiwillig ein. So verhindern Sie möglicherweise einen Unfall. Da kommt doch Freude auf, nicht wahr!? Zeigen Sie Größe und helfen dem anderen auf eine liebevolle Art und Weise, anstatt Ihr Gegenüber bitterböse zu beschimpfen. Nur so kann ein Mensch etwas dazulernen und einen hilfreichen Impuls bekommen. Und zwar in erster Linie, weil er sich über Ihr Verständnis freut. Dadurch trägt er ein gutes Gefühl in sich und wird in die Lage versetzt, zukünftig in einer ähnlichen Situation selbst wesentlich toleranter zu reagieren. Begegnen Sie immer und am besten überall Ihren Mitmenschen liebevoller, denn diese Schwingung wird nach dem Gesetz der Resonanz auf Sie zurückkommen. Versprochen: Sie werden sich insgesamt glücklicher fühlen und die innere Ruhe und Ihren Seelenfrieden genießen können. Üben Sie einmal einen ganzen Tag lang, einfach in jedem Moment und überall nur freundlich zu agieren. Helfen Sie beispielsweise einem älteren Menschen über die Straße oder überlassen Sie Ihren Platz im Bus einem bedürftigeren Fahrgast. Teilen Sie frohen Herzens Ihren – vielleicht mit Ellbogen ergatterten – Sonnenplatz auf der Bank im Park. Vielleicht lernen Sie ja genau auf diese Weise einen wunderbaren Menschen kennen. Überreichen Sie im Restaurant dem Kellner sein verdientes Trinkgeld mit einem achtungsvolleren „Dankeschön“ als gewöhnlich.
Sagen Sie einfach den Mitmenschen, die Ihnen tagtäglich auf Ihrem Weg begegnen, etwas sehr Nettes und freuen Sie sich an der Begeisterung, die sie damit verbreiten. So wird Ihr Verhalten ganz schnell zu einer win win Situation!
Meine ohnehin meist gute Stimmung wird tatsächlich jedes Mal noch getoppt, wenn mir im Einkaufszentrum kein gestresster Hintermann seinen Einkaufswagen drängelnd ins Kreuz oder in die Haxen schiebt oder im Straßenverkehr nicht so dicht auffährt, dass ich das Gefühl entwickeln muss, er oder sie wolle meinem Auto partout (s)einen Stempel aufdrücken.
Zu all dem ein leicht verständliches Beispiel:
Wenn in Ihrer kleinen Familie Wutausbrüche und Aggressionen noch an der Tagesordnung sind, so wird diese Gruppeneinheit zur Aggressionsausbreitung auf dem ganzen Planeten ihren negativen Beitrag leisten. Solange im Kleinen noch Krieg herrscht, herrscht er auch weiterhin im Großen! Wenn Sie jedoch für Frieden in sich selbst und innerhalb der eigenen vier Wände sorgen, so wird dieser Zustand sich, dem Prinzip des sogenannten Schneeballsystems folgend, ganz verlässlich und kontinuierlich ausbreiten. Von Ihnen wird die Friedfertigkeit auf Ihren Partner übertragen und von diesem auf die Kinder übergehen. Diese wiederum werden harmonischer und friedvoller mit den anderen Kindern spielen, anstatt aus Frust den Hund zu treten oder wie irre herumzuschreien, weil sie den Ärger der Eltern in sich aufgenommen haben und nicht mehr wissen, wie sie ihre angestauten Aggressionen abbauen können.
In diesem Sinne! Bleiben Sie freundlich!
Ihre Sally
© Sally Pantenburg
 


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