BLOG- „Die Eifelgöre“ Thema: Lebenshilfe – Lebensbejahung-Lebensphilosophie - die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte

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Vegan – aber vollwertig!

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 16 März 2019
Tags: Samstag
VEGANE ERNÄHRUNG – ein Gewinn?
Sich vegan zu ernähren, scheint tatsächlich eine Art Trend zu werden. Ich möchte meine Beobachtungen jedoch etwas anspruchsvoller bewerten: Die Menschen wachen reihenweise auf, kommen sich selbst wieder näher und möchten nicht mehr länger für dumm verkauft werden. Über zig Jahre hinweg wurden Vegetarier, die sich bekanntlich fleischfrei ernähren, als Exzentriker oder zumindest als spinnende Außenseiter kritisiert und belächelt. Und jetzt ist die Entwicklung, vegan zu speisen und völlig auf tierische Produkte zu verzichten, scheinbar nicht mehr aufzuhalten. Viele Menschen entschließen sich zu diesem Schritt, weil sie die Nase voll haben, sich mit zunehmenden Giftrückständen in Fleisch- und Milchprodukten krank zu essen. Für andere wiederum zählen eher ethische Beweggründe. Sie wollen sich nicht mehr weiter mitschuldig fühlen müssen. Sie verabscheuen zutiefst, dass Tiere nicht mehr artgerecht gehalten und bis zu ihrem letzten Moment, also bis der Tod sie erlöst, auf grauenvolle Art und Weise gequält werden. Für mich sehr verständliche Gründe und sicher auch eine hilfreiche Maßnahme, auf diesem Weg zu einer notwendigen Veränderung hinsichtlich der verabscheuungswürdigen Missstände beizutragen. Denn auf die zeitnahe Unterstützung der Lebensmittelindustrie sowie das Umdenken und schlussendlich wirkungsvolle Handeln der politischen Machthaber zu vertrauen, erscheint momentan recht unrealistisch. Da ich mich bereits seit 40 Jahren vegetarisch/vegan ernähre und nebenher als Ernährungscoach Unterricht erteil(t)e, sind mir die Themen rund um eine vollwertige Nahrungsaufnahme sehr vertraut. Daher erlaube ich mir, einige grundsätzliche Hinweise hier niederzuschreiben. Vielleicht sind unter meinen Lesern ja noch Anfänger in Bezug auf eine vegane Ernährung. Sie werden wahrscheinlich offen sein für diese Informationen.
Etwas Grundsätzliches vorweg: Eine vegane Ernährung führt, wenn unerlässliche Richtlinien beherzigt werden, nicht zu Mangelerscheinungen! Das beweisen auch viele Sportler, die sich schon über einen längeren Zeitraum vegan ernähren. Außerdem sind die stärksten Tiere der Erde (z.B. Elefanten, Gorillas) Veganer. Frage dich mal, woher sie ihr Eiweiß und ihre Kraft bekommen? Die wichtigsten Nahrungs-Bausteine, die auf eine gute Art und Weise ersetzt werden müssen, sind Proteine (Eiweiße), das wasserlösliche Vitamin B 12 sowie Folsäure. Doch wenn viel Gemüse und Hülsenfrüchte verzehrt werden, kommt es ganz sicher nicht zu einem Eiweiß- oder Folsäure-Mangel! Vitamin B 12 kann substituiert werden. Allerdings nur dann, wenn sich wirklich zu niedrige Werte darstellen. Daher sollten Veganer von Zeit zu Zeit eine Blutkontrolle beim Arzt durchführen lassen. Ihr Super-Eiweiß erhalten vegan lebende Menschen durch den regelmäßigen Verzehr von Hülsenfrüchten (eine Handvoll Kichererbsen enthält mehr hochwertiges Eiweiß als ein Rinder-Steak). Natürlich sind auch alle anderen Hülsenfrüchte empfehlenswerte Quellen wie z.B. grüne Erbsen, Soja, (Tofu in Maßen), Linsen und Bohnen. Weitere Nahrungsmittel die uns erstklassiges Eiweiß spenden, sind Lupinen, Mais, Hanf, Hirse, Hafer, Amaranth, Quinoa, Buchweizen, Nüsse sowie Sprossen, aber auch Reis. Unbedingt gegessen werden sollten zudem frische Gartenkräuter.  
In der Tat trifft man bei Umfragen immer wieder auf die sogenannten „Pudding-Vegetarier“ und -Veganer. Das bedeutet, dass diese Menschen ganz einfach das Fleisch und andere tierische Produkte von ihrem Speiseplan streichen und sich ansonsten weiter sehr ungesund ernähren. Zu viele von ihnen achten nicht auf die notwendige Zufuhr von Lebensmitteln, die wirklich ausreichend Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente enthalten. So kann es über kurz oder lang zu Mangelerscheinungen kommen. Eine einseitige Ernährungsform versorgt den menschlichen Organismus nun einmal nicht zuverlässig und zufriedenstellend. Daher wird sich ein mit überwiegend minderwertiger Nahrung versorgter Körper kaum dauerhaft bester Gesundheit erfreuen.
Zuckerhaltige Produkte, auch Müsliriegel mit Rohrohrzucker, Cola und andere Limonaden sowie Alkohol sind völlig vegan, aber nicht gerade die Mittel, die einer Körperzelle die Stoffe liefern, die sie für ein gesundes Überleben benötigt. Beim Durchsehen veganer Kochbücher graust es mich des Öfteren, weil viele Produkte verwendet werden, die zwar durchaus vegan sind, dennoch alles andere als der Körpergesundheit dienlich. Die Vielzahl der produzierten Fertiggerichte – mittlerweile zunehmend auch in veganer Variante – beherrscht den Markt. Wer will da noch freiwillig kochen? Doch, was meinst du? Zählt ein Produkt mit hunderten von Zusatzstoffen, Aromen und Konservierungsmitteln – auch wenn es noch so vegan ist – zu den gesunden Lebensmitteln? Hast du dich einmal gefragt, von was wohl die vegane Wurst oder auch der vegane Käse-Aufschnitt einen so „herzhaften“ Geschmack bekommen? Dieser Frage könntest du interessehalber einmal nachgehen!
Was sollte man im Rahmen einer gesunderhaltenden Ernährung unbedingt beachten? Die Lebensmittel, die man verzehrt, sollten so frisch wie möglich sein. Auf keinen Fall sollten sie   mit krankheitserzeugenden Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt oder genmanipuliert sein. Des Weiteren ist darauf zu achten, dass sie nicht in überdüngter Erde herangewachsen sind, sondern stattdessen aus biologischem Anbau stammen. Am allersichersten ist immer noch der eigene Bio-Garten. Außerdem sind Abwechslung und Ausgewogenheit bei einer vollwertigen Ernährung enorm wichtig!
Die Grundregel für eine vitalstoffreiche Ernährung lautet:
Alle Lebensmittel so natürlich wie möglich belassen! Genau wie die Natur sie uns schenkt, können wir die meisten von ihnen auch verzehren.  
Ein ungespritzter Apfel – der in seiner Ganzheit, also mit seinen sekundären Pflanzenstoffen, verzehrt wird – ist einem (konservierten) Apfelsaft selbstverständlich vorzuziehen! Gemüse wie Brokkoli, Wirsing, rote Beete und (Blumen-) Kohl sollten nicht unbedingt verkocht, sondern auch regelmäßig roh verzehrt werden. Kurz: Unser Essen muss nicht zwangsläufig durch Erhitzung zerstört werden. Rohkost (mindestens 30 % am Tag sind zu empfehlen) sollte ein fester Bestandteil der veganen Ernährungsform sein. Roher, geriebener Möhren- Selleriesalat oder ein (grüner) Mischsalat, kombiniert mit Sprossen, gekochten Bohnen, Keimlingen und Kernen und vielleicht einem kleingeschnittenen Apfel oder einer Orange, sind verkochtem Gemüse zweifellos überlegen. Wer auf Industriezucker verzichtet, verträgt (endlich) auch das rohe Gemüse, sogar die Darmheiler Sauerkraut oder Kohl in allen Formen.
Gegessen werden sollten Nüsse, Mandeln und (gemahlene) Erdmandeln, Samen wie Floh- und Chia-Samen, Leinsamen, Kerne (Sonnenblumen/Kürbiskerne, Mohn, Sesam) sowie Sprossen aller Art. Letztere sind am frischesten, wenn man sie selbst züchtet. Wenn Getreide gegessen wird, dann vorzugsweise Vollkorn-Dinkel, denn gerade in den Randschichten stecken die Mineralien und Vitamine, die wir zur Funktion und Regeneration unserer Körperzellen benötigen. Weißmehl ist unbestritten vegan, entzieht dem Körper (nicht zuletzt durch die Gefahr der Körperübersäuerung) jedoch lebenswichtige Mineralien. (Vorsicht: Arthrose-Gefahr!) Genauso wie Fabrikzucker zum Beispiel ein Räuber des Vitamins B 1 ist. Und genau das ist für alle Stoffwechselvorgänge notwendig. Meine relativ kurze Abhandlung ist nicht so ausführlich, dass ALLES gesagt ist. Ich beschränke mich auf elementar wichtige Dinge. Als Nahrungsquelle nicht unerwähnt lassen, möchte ich die kaltgepressten Öle, die ungesättigten Fettsäuren, (Avocado) das schmackhafte Obst (am besten heimisches) und nicht zuletzt das energetische Wasser. Letzteres tummelt sich nicht in Plastikflaschen und enthält auch keine Kohlensäure!
Das Wundervolle an dem Ganzen ist: Wenn Menschen sich wie beschrieben ernähren, lösen sich ihre Krankheiten oft sehr schnell in Wohlgefallen auf. Manchmal sogar die als unheilbar deklarierten! Besonders der Verzicht auf sämtliche Produkte die Industriezucker enthalten, ist immens wichtig. Wenn es dich nach Süßem gelüstet, dann stelle deine Speisen mit Agavendicksaft, Ahornsirup, Stevia oder Birnendicksaft her. Honig meiden viele Veganer!
Als suspekt empfinde ich persönlich die Tatsache, dass Veganer unbedingt Ersatz-Schnitzel oder Würste – oft aus den fragwürdigsten Zutaten hergestellt – verzehren möchten. Alleine die Wörter sind für eine derartig hochwertige Ernährung schon unpassend gewählt.
Dann fragen mich des Öfteren die (noch) Unentschlossenen: „Ja, darbt man denn nicht vor sich hin, wenn man sich vegan ernährt“, oder „was isst du denn zu den Kartoffeln?“ Meine Antwort: Sich vitalstoffreich und gesund, vegetarisch/vegan zu ernähren, ist eine Passion, die aus bestimmten Erkenntnissen heraus erwächst! Vielfach fehlt den Menschen die unbedingt notwendige Fantasie für diesen guten Weg. Außerdem sollte er aus Überzeugung bejaht werden. Wenn ein Mensch sich einredet, ohne tierische Produkte unglücklich oder gar krank zu werden, dann ist das eine Meinung, die leider sehr oft auf der Unkenntnis von Tatsachen und auf Einbildung beruht. Wer als Veganer darbt, der macht meiner Meinung nach noch irgendetwas falsch! Zugegeben, eine vollwertige Ernährung zu praktizieren kostet Zeit und Einsatz. Dafür winken als Belohnung Wohlgefühl und garantiert die Freude über den Erfolg. Mich beflügelt es jeden Tag von neuem, Gerichte zu entwickeln und mir/uns ein gesundes Essen zuzubereiten. Manche Einsteiger empfinden den Wechsel von der gewohnten Art zu kochen in diese ganz andere Form der Speisenzubereitung, anfangs noch etwas kompliziert. Doch die Routine macht den Meister!
Die Vielfalt an pflanzlichen Nahrungsmitteln, an Gemüse und Obst, ist so groß wie noch zu keiner Zeit! Und aus diesen Produkten, lassen sich viele schmackhafte Speisen basteln. Was ich sehr begrüßen würde wäre, wenn mehr Restaurants einfallsreiche vegane/vegetarische Gerichte anbieten würden und ihre Köche sie auch schmackhaft zubereiten könnten! In der Regel wird veganen Besuchern ein einfallsloser Salat angeboten und serviert, der es alles andere als in sich hat und somit kein vollwertiges Essen darstellt. Zum Schluss wünsche ich dir, dass du stets erkennst und tust, was für dein Wohl richtig und wichtig ist!

In diesem Sinne … alles Liebe!
Herzliche Grüße
Sally
© Sally Pantenburg


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