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Die Eifelgöre
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SELBSTHYPNOSE

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 25 Mai 2019
Tags: Samstag
Ein effektiver, einfacher Weg gegen Stress – die Selbsthypnose
 
Viele Menschen verbinden Hypnose mit einem gefährlichen Zustand, in dem sie die Kontrolle über sich selbst und ihre freien Entscheidungen verlieren. Sie haben in einer Show oder im TV gesehen oder etwa in einem Buch gelesen, dass Menschen willenlos die Forderungen des Hypnotiseurs erfüllen.
 
Doch vorweg: Kein noch so guter Hypnotiseur kann einen anderen Menschen hypnotisieren, wenn dieser es selbst nicht möchte! Heute und hier geht es allerdings um die Selbsthypnose. Du verlierst dabei nicht die Kontrolle über dein Tun und Lassen, sondern erschaffst dir durch diese Form der bewussten Selbstbeeinflussung einen Vorteil. Du versetzt dich gezielt in die Lage, die eigenen Verhaltensweisen zu verändern, respektive, nicht gewollte psychische Funktionen zu wandeln oder dich einfach in einen angenehmen Ruhezustand zu versetzen. Das kennen wir alle bereits durch die Methode Autogenes Training nach dem Arzt Schultz, der von 1884-1970 gelebt hat. Dieser Methode wird auch heute noch viel Gutes nachgesagt. Sie wird weiterhin erfolgreich gelehrt, ist nichts anderes als eine Form der Selbsthypnose, bei der durch ausgeklügelte (Auto-)Suggestionen bestimmte Zustände herbeigeführt werden. Beim intensiven Üben erreichen wir z.B., dass Arme und Beine schwer werden, unser Herz langsamer schlägt. Weiterhin können wir gezielt Wärmeempfindungen in unserem Körper erzeugen.
 
Eine Selbsthypnose durch Autosuggestionen ist ein künstlich und freiwillig erzeugter Ruhe- bzw. Trancezustand, der gewollt in Verbindung mit einer Sedierung und einem veränderten Bewusstsein einhergeht. In ein paar Minuten kannst du das lernen, was du tun kannst, um diesen heilsamen Entspannungszustand in dir auszulösen. Du bist der einzige Mensch, der selbstbestimmt für sich entscheiden kann, und nur DU besitzt die Macht, deine Gefühle nach Belieben zu steuern oder zu verändern. Wer viel Stress hat und darunter leidet, sucht nach Möglichkeiten der körperlichen und mentalen Erholung. Die gewünschte, heilsame innere Ruhe wiederzufinden, ist wesentlich einfacher, als allgemein angenommen. Hypnose selbst durchgeführt, ist ein völlig natürlicher und im Allgemeinen total unbedenklicher Zustand. Während der Einschlafphase erleben wir ihn jeden Tag, wir lassen los und begeben uns vertrauensvoll in einen erholsamen Schlaf. Und dabei überlegen wir nicht, was nach dem Entgleiten aus dem Tagesbewusstsein mit uns passiert.
 
 
Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Anfallskrankheiten, extrem niedrigem Blutdruck und auch Schwangere sollten sicherheitshalber ihren Arzt befragen, ehe sie mit Selbsthypnose beginnen. Ein erhöhter Blutdruck kann mit dieser Methode jedoch gesenkt werden.
 
 
Und nun beschreibe ich dir, wie du vorgehen kannst:
 
Du setzt oder legst dich so hin, dass du die gewählte Haltung bequem 10 bis 15 Minuten beibehalten kannst. Eine liegende Position ist empfehlenswert und leise, schöne Musik kann deine Entspannung unterstützen. (Verwende immer die gleiche Musik und profitiere vom Wiedererkennungswert, der dann deine Entspannung von Tag zu Tag noch vertieft.) Sorge dafür, dass du NICHT gestört wirst, stelle Handy und Klingel ab und bitte Mitmenschen, in der Übungszeit nicht einfach ins Zimmer zu platzen. Wenn du bereit bist, schließt du deine Augen, atmest tief durch die Nase ein und durch den Mund aus und beobachtest, wie sich dabei sowohl dein Brustkorb als auch dein Bauch heben und senken. Komme einfach bei dir an und lasse die Außenwelt los. Atme Entspannung ein und Anspannung sowie Stress aus. Falls Gedanken dich noch abzulenken versuchen, dann lass sie kommen und wieder gehen. Stell dir bildhaft vor, wie dein Kopf sie loslässt, sie wie Luftballons davonschweben. Du spannst deine Gesichtsmuskeln einige Male an, kneifst die Augenlider zusammen und lässt langsam wieder los. Achte darauf, dass dein Kiefer entspannt ist und deine Lippen locker aufeinanderliegen. Nun ballst du deine Hände fest zu Fäusten, spürst dabei deutlich die Anspannung in deinen ganzen Armen und lässt nach ein paar Sekunden wieder los. Dann gehst du zu deinen Füßen und ziehst deine Zehen Richtung Kopf und spannst dabei auch die Oberschenkel bewusst an. Du kannst ein paar Mal deinen ganzen Körper anspannen, indem du ihn auf die Unterlage drückst und nach ein paar Sekunden wieder entspannst. Dein Atem fließt gleichmäßig ein und aus und du spürst, wie innere Ruhe sich auszudehnen beginnt und wie sich dein Wohlgefühl immer mehr verstärkt. Übergib deinen Atem nun deinem Unterbewusstsein und beobachte ihn nur noch. Mit jedem weiteren, jetzt stetig ruhiger werdenden Atemzug, sinkst du immer tiefer in diesen wohltuenden Zustand der tiefen Entspannung. Dein ganzer Körper fühlt sich zunehmend schwerer an, doch dein Geist bleibt aufnahmefähig. Ein angenehmes Gefühl breitet sich aus.
 
Und wenn du merkst, dass du alles Äußere vergessen und dich tief entspannt hast, dann beginne in deiner Vorstellung, eine Treppe – die 10 Stufen hat – langsam Stufe für Stufe hinabzusteigen. Du zählst in Gedanken gemächlich von 10 bis 1, und mit jeder Stufe verstärkt sich deine innere Ruhe. Genieße den erholsamen, wunderbaren Zustand eine Weile! Wann immer du möchtest, beginnst du mit den Autosuggestionen deiner Wahl, die du dir vor Beginn des Prozesses ganz bewusst zurechtgelegt hast.
 
Hier einige Vorschläge:
 
Stell dir das, was du erreichen möchtest, so gut wie möglich bildhaft vor und empfinde Freude darüber, dass dir das Gewünschte gelingt. (Übung macht den Meister!)
 
Bei dem Wunsch ruhig zu werden und Stress abzubauen: Ich bin ganz ruhig und entspannt. Immer, wenn ich mich im Alltag an diesen Moment erinnere, werde ich augenblicklich ruhig. Ich brauche in stressigen Situation einfach nur zu denken: „Innere Ruhe – JETZT“!
 
Bei Kopfschmerzen: Mein Kopf ist ganz frei und klar, mein Nacken gelockert. Hals und Kopf fühlen sich leicht an, und ich kann mich wunderbar konzentrieren.
 
Bei Schlaflosigkeit: Mein Schlaf ist ruhig, tief und erholsam. Und/oder: Ich schlafe durch bis zum Morgen.
 
Bei Ängsten: Meine Angst-Gefühle sind in Ordnung, dürfen da sein, um sich bald für immer aufzulösen. Ich bin kraftvoll, stark und mutig.
 
Bei Energielosigkeit: Ich bin voller Kraft und Lebenslust. Ich gönne mir Phasen der Ruhe!
 
Bei Krankheiten (die keiner ärztlichen Behandlung bedürfen) oder als Unterstützung von medizinischen Maßnahmen:
 
Ich bin gesund und voller Lebenskraft. Alles, was meiner Gesundheit nicht dienlich ist, darf sich nun auflösen. Mir geht es gut!
 
Bei Verspannungen: Alle meine Muskeln sind locker und gelöst. Ich fühle mich frei und leicht, meine Körperbewegungen funktionieren entspannt und harmonisch.  
 
Bedenke: Deine Vorstellungskraft ist das A und O. Falls du z.B. nicht mehr schmerzfrei laufen kannst, weil du z.B. Rücken- Fuß- oder Knieschmerzen hast, sieh dich befreit und glücklich einen grünen Wiesenhügel hinunterlaufen. Deiner optimistischen Fantasie (hoffnungsvoll, lebensfroh, lebensbejahend, dankbar, gesund und kraftvoll) sind keine Grenzen gesetzt!
 
Vier Dinge sind also wichtig: Die tiefe Entspannung, die passende Suggestion, die bildhafte Vorstellung sowie Freude und Dankbarkeit, dass deine Vorstellung wahr geworden ist.
 
Die Autosuggestionen müssen immer positiv sein und dürfen keine Verneinung enthalten. Also bitte nicht etwa denken: „Ich habe KEINE Kopfschmerzen mehr“! Sondern: „Mein Kopf ist frei und klar“. Bei Ängsten nicht mit einer Verneinung formulieren wie z.B.: „Ich habe KEINE Angst mehr“! Stattdessen: „Ich fühle mich kraftvoll und weiß, dass ich mutig, ruhig und gelassen bin.“ Diesen erwünschten Zustand als Gefühl spüren, bejahen, sich darüber freuen und wissen, dass eine positive Umwandlung und Veränderung bereits eingesetzt hat oder sogar schon vollzogen ist! Dein Unterbewusstsein, das zwar stark und mächtig ist, hat allerdings nur die Intelligenz eines vierjährigen Kindes. Daher ist es wichtig, ihm genau das „in Auftrag“ zu geben, was man erreichen möchte, es also perfekt zu programmieren. Mit Worten wie „kein“ und „nichts“, also Verneinungen, kann es nichts anfangen.
 
Bleibe so lange in diesem hypnotischen Entspannungszustand, wie er dir behagt. Und wann immer du bereit dazu bist, komme wieder zurück ins Hier und Jetzt. Du steigst in deiner Vorstellung die Treppe wieder hinauf, zählst von 1 auf 10, und du wirst mit jeder Stufe nach oben wieder wacher und wacher. Atme mehrfach tief ein und aus, bewege deinen ganzen Körper, schüttele deine Arme und Beine und erhebe dich ganz langsam.
 
Die Selbsthypnose kann am Abend auch als Einschlafhilfe genützt werden. Dann entfällt die Aufweckphase! Du wirst am Morgen entspannt und erholt aufwachen!
 
 
Ich wünsche dir ein gutes Gelingen und die Erkenntnis, wie notwendig es ist, Stress bewusst zu reduzieren.
 
 
Herzliche Grüße
 
Sally
 
© by Sally Pantenburg


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