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Die Eifelgöre
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Fortsetzung: Unser Lebensraum braucht Hilfe

die-eifelgöre eine ungewöhnliche Lebensgeschichte
Veröffentlicht von in Autorenkommentar · 3 November 2018
Tags: Samstag
Mensch und Umwelt - Fortsetzung
Ein drastisches Beispiel für die Missachtung von Natur und Atemluft durfte ich auf einer Insel im Mittelmeer erleben, auf der ich eine relativ große Zeitspanne meines Lebens – bis zur Mitte des Jahre 2011 – verbrachte. Dort hatte ich erfreulicherweise natürlich auch sehr schöne Erlebnisse und Tage.
Mit den folgenden Zeilen beschreibe ich allerdings veränderungsbedürftige Missstände. Das ursprünglich paradiesische Fleckchen Erde wurde und wird durch unfassbare Ignoranz und die abstoßende Profitgier gewisser Personen gewaltig belastet. In den letzten Jahrzehnten brachte vor allen Dingen die immens zunehmende Bauwut das ehemals harmonische Gleichgewicht der vormals intakten Natur ungeheuer ins Wanken. Das ehemalige Kleinod wurde ohne die geringste Rücksicht auf das Gesetz von Ursache und Wirkung seiner Natürlichkeit, seiner Urwüchsigkeit und seines ehemaligen Charmes beraubt. Doch dieser Ursache werden Wirkungen folgen!
Da ich eine große Verehrerin der Schönheiten der unberührten Natur bin, drehte sich mir regelmäßig der Magen um, wenn ich auf meinen Wanderungen, die schließlich Augen, Seele und Gemüt erfreuen sollten, Müllhalden übelster Sorte entdeckte. Ob in einem sehr schönen Pinienwald oder gar direkt am Meer, die Verursacher schienen und scheinen wirklich vor gar nichts Halt zu machen oder zurückzuschrecken. Alte Kühlschränke und sonstige unbrauchbar gewordene Gegenstände stehen oder liegen wie Mahnmale in vormals unberührter Natur. Jugendlich feiern abends oder nachts ausschweifende Partys am Meer oder auf Rastplätzen für Wanderer. Wenn sie wieder abziehen, lassen sie ihren Müll einfach achtlos liegen! Leere Bierdosen oder Flaschen, Papier, Plastikmüll sowie Essensreste sind wahrhaftig keine Zierde für eine derartig wunderbare Landschaft. Abgerundet wird dieses Bild des Grauens noch durch den Geruch übel stinkender Zigarettenkippen: Oberdrein führt so mancher achtlos weggeworfene Glimm-Stängel bei heißen Temperaturen – alle Jahre wieder – zu verheerenden Waldbränden. Auch am Strand sind sie leider in Massen zu finden. Schon 4 Kippen auf einem Liter Wasser töten bereits Meerestiere. Welche Folgen das Gift hat, wurde bei Versuchen mit Fischen deutlich gemacht. Sie spucken, zucken im Todeskampf, drehen sich bäuchlings  und sinken zu Boden. Junge Forellen erleiden bereits durch geringe Mengen einen Nervenschock. Und das wenige Sekunden, nachdem sie mit Nikotin verseuchtem Wasser in Berührung kamen. (Gelesen/Internet/Planet – „Gift im Zigarettenfilter“ „Wie Giftstängel der Umwelt schaden vom 26.08.2018) Empfinden diese Nikotinabhängigen, die überall wo sie gehen und stehen, ihre Kippen achtlos wegwerfen (selbst in der Antarktis), denn überhaupt keine Achtung vor dem Planeten, der ihnen Schönheit, Wohnraum und momentan noch brauchbare Nahrung beschert? Diese Banausen scheint es tatsächlich nicht im Geringsten zu berühren, wie die Umwelt, andere Menschen und eben auch Tiere durch ihr rücksichtsloses Fehlverhalten empfindlich gestört oder schwerkrank werden. Im Jahr kommen wir auf etwa 75000 Tonnen Zigarettenstummel weltweit. Unglaublich – oder ?
Besonders bei Sturmfluten, aber eigentlich tagtäglich, werden Müll und Plastik an die Küste, sprich den Strand, gespült. Die Umweltsünder von Schiffen, Jachten und Booten werfen ihn ganz einfach über Bord, statt ihn bei ihrer Rückkehr in einen Hafen – wie behördlich vorgegeben – vorschriftsmäßig zu entsorgen. In der Bucht der Hauptstadt dieser herrlich gelegenen Mittelmeerinsel müssen laut Presseberichten jedes Jahr, man lese und staune, über 35 Tonnen Plastik und Müll von Spezialschiffen aus dem Meer gefischt werden. Jeder Einzelne dieser verantwortungslosen Schmutzfinken könnte mit Leichtigkeit dazu beitragen, diese Zahlen zu senken und nicht noch weiter anwachsen zu lassen.
Auch Gifte scheinen für viele Menschen zu den Dingen zu gehören, die man, recht großzügig und ohne für die Folgen einstehen zu müssen, in Hülle und Fülle verbrauchen und nicht zuletzt auch unser Trinkwasser damit verseuchen kann. Ob es sich um Düngemittel, um Pestizide, um Insektizide, (Umwelt-) Gifte bei der Herstellung von Verbrauchsgütern oder Lebensmittelgifte handelt, die Verbraucher aller Länder erkennen – wie es den Anschein erweckt – in nichts eine Gefahr für die Menschen, die Umwelt oder sich selbst. Wie bereits im ersten Teil erwähnt: Bienen und Vögel verenden elendiglich in Massen. Sie werden durch dieses Fehlverhalten skrupellos, ohne Scham und aus purer Profitgier ausgerottet. Selbst die Zugvögel verlieren durch Glyphosat ihre Orientierung. Das Wiesenblumensterben ist schon lange für jeden unübersehbar, vor allem dort, wo die Gülle aus der Masttierhaltung entsorgt wird. Fehlen Blumen, sterben die Insekten. Fehlen Insekten, hungern die Vögel. Was in Kürze wohl dem Menschen als logische Folge dieser Untaten passiert, scheint meines Erachtens zu wenigen Menschen klar zu sein! Ein triftiger Grund, warum ich es nicht versäumen möchte, dazu beitragen, die Menschen wach zu rütteln und sie an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Wir erfahren schon seit geraumer Zeit, wie unser Planet sich wehrt. Die sich ausweitenden  Katastrophen sind ernste Warnungen, auch wenn viele der Profitgierigen immer wieder versuchen, sie zu verharmlosen. Doch ich glaube, die Natur ist bereit, sich wieder (teilweise) zu regenerieren, wenn wir das Richtige tun und ihr wieder die Achtung entgegen gebracht wird, die sie verdient hat!   
Zum Abschluss dieses Themas:
Ein bekannter Eskimo mit dem etwas komplizierten Namen Angaangaq Angakkorsuaq, ein Schamane und spiritueller Lehrer, setzt sich äußerst vorbildlich und mit Nachdruck für die Rettung des Planeten ein. Dieser Mann ist Repräsentant der arktischen Ureinwohner bei den Vereinten Nationen. Er mahnt sehr ergreifend – auch im Hinblick auf die Gletscherschmelze – in seinem Buch „Schmelzt das Eis in euren Herzen“ (Kösel-Verlag) und auch in seinen Vorträgen auf der ganzen Welt: „Die größte Entfernung im Dasein des Menschen ist die von seinem Verstand zu seinem Herzen. Das ist der Weg, den wir gehen müssen, um uns selbst und die Erde zu heilen.“
Die Eskimos wissen und sagen: „Das schönste Lachen ist ein lachendes Herz.“ Dieses Volk leidet ungemein, weil die Eisschmelze den eigenen Lebensraum und ebenso den unserer Gefährten auf dieser Welt, nämlich den der Tiere bedroht. Angaangaq fragt unter anderem uns alle:
„Wann werdet ihr euer Verhalten ändern? Wenn der Ozean den 1. oder 2. oder gar 5. Stock eurer Wolkenkratzer erreicht? Warum bleibt ihr bei eurem blinden, zerstörerischen Verhalten?“ Und er fordert mit Nachdruck auf: „Lasst das Eis in euren Herzen schmelzen.“
In erster Linie ist immer die Bevölkerung für die Welt verantwortlich!
In diesem Sinne …
Eure Sally
© by Sally Pantenburg


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